Leiden in Gaza

23.12.23

Ja, es ist richtig: Die notleidende zivile Bevölkerung muss dringend Hilfe bekommen. Beim „Wie genau“ wird das Problem der widerstreitenden Interessen deutlich. Mit einem Waffenstillstand? Was ist dann mit den Geiseln? Kommen die auch frei? Was ist mit der Hamas? Kann die sich neu organisieren bis zum nächsten Mordüberfall?

Sicher dünkt mich zweierlei: Mit der Hamas wird es keinen echten Frieden geben. Aber auch: Wozu dieser extreme Bombenhagel auf Gaza? Er riecht nun doch zusehr nach Rache. Da hätte ich gehofft, dass da im Krisenkabinett mehr auf die Netanyahu-Falken eingewirkt würde.

Hölle in Gaza

Bei watson heisst es: Die Hölle geht weiter. Ääh.. welche Hölle? Die Hölle hat nie aufgehört: Weder für die zahllosen unschuldigen Menschen in Gaza, die unter der Fuchtel der Hamas sind, noch für die Israelis, die täglich dem Raketenhagel ausgesetzt sind. Und schon gar nicht für die entführten Geiseln, von denen anscheinend nicht einmal das Rote Kreuz zu wissen scheint, wie es ihnen geht. Warum fordert dieses nicht nachdrücklicher, diese besuchen zu können? Freundschaftliche Kontakte zu den Entführern scheinen ja zu bestehen..

Wieviele der Geiseln leben noch? Und wie? Es sollen noch 15 oder 20 Frauen darunter sein, und 2 Kinder. Ihre Freilassung hätte die Waffenruhe verlängert. Aber: über diese werde erst „nach dem Krieg“ verhandelt, heisst es von der Hamas. Anders als bisher werden sie also nicht mehr als „Druckmittel“ verstanden. Dazu müssten sie einigermassen unversehrt sein. Ich habe da schlimmste Befürchtungen: Viele davon leben nicht mehr, weil die Welt nicht wissen soll, was ihnen widerfahren ist: So schwer misshandelt und/oder vergewaltigt, dass ihre Berichte die Hamas als blutige Scheusale dastehen liessen.